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Menschenliebe e. V.
Nikolausstrasse 10
82211 Herrsching
Telefon: 08152 (379614)

info@menschenliebe.de


Infos Über Uganda hier >>
Informationen über Uganda bei wikipedia.org

Aktuelles

Januar 2011: 1.166,60 Euro Spendenergebnis der vorweihnachtlichen „Sternennacht“ im Dießener Keller

DIESSEN AM AMMERSEE – 1.166,60 Euro für den Verein „Menschenliebe e.V.“ – das ist das Spendenergebnis der vorweihnachtlichen „Sternennacht“ im Dießener Keller. Mit diesem Geld ist das Fundament für den Bau eines Trinkwasserbrunnens im Westen von Uganda gelegt, der noch in diesem Jahr fertig gestellt werden soll.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den mitwirkenden Künstlerinnen und Künstlern:

  • Marita Gagsch (Ausstellung "Wege zum Licht")
  • Lisa Kroner (Weihnachtsclownengel)
  • Pimpernella Pumpelsack (Geschichtentheater für Kinder)
  • Wally & Ami Warning (Konzert „Family Roots“)
Ein großes Dankeschön auch an alle Spenderinnen und Spender und an die freiwilligen Engel Martina, Andrea, Manu, Katja, Daniela, Mechthild und „Mutti“. Außerdem an die Freiwillige Feuerwehr Dießen, an die Metzgerei Mertens, an das Café Vogel, an Bobby, Karli, Spike und Thjis, an Ralf-Michael Hellmuth, an Armin Müller, an das Druckwerk IV und an Licht- und Tontechnik Florian Brenner sowie ganz besonders an die „frierenden Drei Könige“ Silvia, Christine und Martin!
Den Artikel aus dem Magazin "FreiZeitSchrift" 1/2011 mit vielen Bildern können Sie hier als PDF herunterladen.

Reise Ostern 2010

Ostern 2010 reisten unsere Gründungsmitglieder und Vorstände Caroline und Nico Wacker für 14 Tage nach Nyankoma in Uganda. Pfarrer Peter Barugahara holte uns am Flughafen Entebbe mit dem Jeep des Bischofs ab. Wir übernachteten im Kolpinghaus und fuhren am nächsten Morgen los.

Man benötigt einen Tag von Entebbe nach Nyankoma. Die Überlandstraßen sind seit ca. einem Jahr weitgehend asphaltiert, nachdem die Chinesen dies finanziert haben.

In Nyankoma wurden wir von der Bevölkerung und unserem Team mit großer Freude empfangen. Rose, die die Krankenstation leitet, führte uns gleich durch die Krankenstation. Das Team macht eine hervorragende Arbeit. Alle arbeiten sehr viel. Bei bedarf auch nachts. Die meisten stationären Patienten waren Kinder und Säuglinge mit Malariaerkrankung. Viele ambulante Patienten haben eine Bronchitis oder Durchfallerkrankungen.

Unser Brunnen funktioniert hervorragend und versorgt die ganze Gegend mit frischem Trinkwasser. Der Brunnen wird vom direkten Nachbarn gewartet. Die Bevölkerung und das Personal sind sehr dankbar für alles, was Menschenliebe für sie getan hat. Sie freuen sich sehr, dass wir bei Ihnen in der Krankenstation wohnen und mit ihnen zusammenleben und Ostern feiern.

Die Menschen in Uganda sind sehr freundlich und fröhlich, obwohl sie sehr arm sind.

Die Entbindungsstation ist nun fertig gestellt und weitgehend steril.

    Folgende Verbesserungspotentiale konnten wir bei unserem Besuch in Nyankoma feststellen und größtenteils in den darauffolgenden Monaten umsetzen:
  • Die Krankenstation hat eine sehr schwache Stromversorgung durch Solarpaneele. Um 18:00 Uhr wird es dunkel. Um 20 Uhr gingen meist schon die Lichter aus, so dass dann nur noch mit einer Öllampe behandelt werden konnte. Nur der Kühlschrank mit den Impfstoffen hatte eine durchgehende Stromversorgung. Mittlerweile haben wir die Stromversorgung so erweitert, so dass auch nachts elektrischer Strom in der Krankenstation ist und auch das Personalhaus Strom hat.
  • Die Entbindungsstation hatte keinerlei Strominstallationen und Solarzellen. Im Jahr 2010 wurde dies mit den Spendengeldern verwirklicht, was eine ganz wichtige Verbesserung darstellt.
  • Zwischen Krankenstation, Geburtshaus und dem Personalhaus gab es nur unbefestigte Wege. In allen Räumen war dadurch sehr viel Dreck, besonders nach Regenfällen, dem auch unsere fleißige Putzfrau nicht wirklich Herr werden konnte. Wir haben mit dem Ortsvorsteher vereinbart, dass die Bürger von Nyankoma diese Wege selbst herstellen und auch die dafür benötigten Ziegelsteine selbst produzieren, so dass hier nur geringe Kosten für uns entstanden sind. Auch dies wurde 2010 realisiert und stellt eine wesentliche Verbesserung der Hygienebedingungen dar.
  • Bei unseren Gesprächen mit der Bevölkerung und unserem Personal mussten wir feststellen, dass die Jugendlichen im Allgemeinen nicht aufgeklärt werden. Dies stellt ein großes Problem dar, da sie nicht wissen, wie AIDS übertragen wird und wie sie sich davor schützen können. Sex ist hier, wie bei uns bis Mitte des 20sten Jahrhunderts ein Tabuthema. An den Schulen stehen Schilder „Beware of Sex“. Die Jugendlichen wissen jedoch nicht, was es bedeutet.
    Aus diesem Grund traten wir an den Direktor und das Lehrteam der örtlichen Schule heran. Es war uns möglich, diese von der Notwendigkeit der Aufklärung zu überzeugen, obwohl auch beim Lehrkörper am Anfang noch ein großes Schamgefühl vorherrschte. Man war sich bald einig, dass nur mit einer detaillierten Aufklärung der Bevölkerung geholfen werden kann, damit sie vor Geschlechtskrankheiten geschützt werden kann. Wir hatten bei unseren Gesprächen feststellen müssen, dass schon zehn- und elfjährige sexuellen Kontakt hatten. Oft läuft so etwas durch Unwissenheit, wo Mädchen mit einem Motorradfahrer mit in die nächste Stadt fahren dürfen oder ein Geschenk oder eine Gefälligkeit bekommen. Caroline Wacker, unsere Krankenhausleiterin Rose und ihr Stellvertreter Harrison klärten daraufhin ca. 300 Schüler in einem 1-stündigen Vortrag auf. Mit großer Freude konnten wir feststellen, dass ab sofort auch der Rektor der Schule und andere Lehrer mit großem Enthusiasmus weitermachten.
    Mit Rose beschlossen wir, dass sie in sämtlichen Schulen im Umkreis von 20 km, also auch in der Provinzstadt Kagadi mehrmals jährlich Informationsveranstaltungen durchführen wird. Des Weiteren findet im Dorf nun 1 x pro Monat eine Aufklärungsveranstaltung für Erwachsene statt.
    Jetzt verkaufen wir in unserer Krankenstation auch Kondome.
  • Moskitonetze bieten einen guten Schutz gegen die Malariaerkrankung. Jedes Kind, das in unserer Krankenstation geboren wird, bekommt ein Moskitonetz geschenkt. Des Weiteren werden in der Krankenstation jetzt auch Moskitonetze verkauft.
  • Aus Kostengründen wurden bisher auch Säuglinge und Kleinkinder mit ganz normalen Infusionsnadeln behandelt, was jedoch schwierig und schmerzhaft für die Kinder ist. Caroline Wacker gab sofort das Geld für die wesentlich besseren Butterflys für ein Jahr, die jetzt und in Zukunft verwendet werden.
  • Die Krankenstation war zwar eingezäunt. Ein Sichtschutz gab es aber bisher nicht. Mit dem Ortsvorsteher wurde vereinbart, dass die Bevölkerung Pflanzen sammelt und ringsherum einen grünen Zaun errichtet.
  • Wir haben allen Mitarbeitern der Krankenstation eine Taschenlampe geschenkt, damit sie es abends einfacher haben. Die Freude hierüber war riesig.
  • Mädchen und Frauen, die ein uneheliches Kind auf die Welt bringen, werden meist von der Gesellschaft und ihren Familien verstoßen. Oft bleibt ihnen als Ausweg nur der Weg in die Prostitution oder absolute Armut. Wir haben daher nach dem Vorbild einer niederländischen Organisation Untersuchungen nach Bedarf und Nutzen in unserer Gegend angestellt. Wir haben einige jüngere Mütter befragt, ob es ihnen helfen würde, wenn sie eine Ziege geschenkt bekämen, die sie und ihr Kind ernähren könnte. Die jungen Mütter baten um unsere Unterstützung. Pfarrer Peter Barugahara lud einige junge Mütter ein, mit denen wir uns dann intensiv unterhalten haben. Mittlerweile bekommen einige eine Ziege geschenkt. Mit 50 € kann man so eine ledige Mutter unterstützen.
    Verbesserungsvorschläge des Teams:

    An einem Abend haben wir das ganze Team zusammengerufen und um Verbesserungsvorschläge gebeten. Nico Wacker moderierte den Abend, bei dem sehr viele wichtige Verbesserungsvorschläge gebracht wurden:
  • Unser Laborant Lawrence sagte, er wisse zwar, dass diese Anschaffung eines Karolimeters zur Bestimmung des Grades der roten Blutkörperchen im Blut wahnsinnig teuer aber sehr hilfreich sei. Ein Karolimeter kostet ca. 3.500 € (das ist ungefähr 1/3 dessen, was Lawrence in seinem ganzen Leben verdienen wird). Die Malariabehandlung schwächt zunächst einmal den Patienten. Wenn Säuglinge oder Kleinkinder durch die Malaria bereits sehr schwach sind, überleben sie eine Malariabehandlung nicht mehr ohne Blutkonserven, die wir jedoch nicht haben. Bisher wurde die übliche Methode bei uns angewandt, dass man die Augenlider umgeklappt hat und geschaut hat, ob die Haut noch etwas rot ist, was ein Zeichen dafür war, dass noch genügend rote Blutkörperchen im Blut vorhanden sind. War dies der Fall, konnte ein Kind behandelt werden. Andernfalls musste das Kind ins nächste Krankenhaus geschickt werden. Hierbei starben jedoch fast alle Säuglinge und Kinder entweder auf dem Weg oder dann in einem staatlichen Krankenhaus, wo die Ärzte sich meist nicht um ihre Patienten kümmern. Die Bestimmung der roten Blutkörperchen über diesen optischen Versuch, ist jedoch sehr ungenau. Durch die Bestimmung mit dem Karolimeter können wir jedes Jahr ca. 120 Säuglingen und Kindern zusätzlich das Leben retten. Direkt nach unserer Rückkehr haben wir in der Vorstandssitzung beschlossen, ein Karolimeter anzuschaffen, der dann sofort angeschafft wurde.
  • Bisher werden alle Formulare, Bestellungen etc. händisch erstellt. Ein Laptop würde eine immense Vereinfachung und Zeitersparnis bedeuten. Des Weiteren hat man dann als Nebeneffekt gleich statistische Auswertungen. Der Vorstand hat beschlossen, die Krankenstation mit einem Laptop auszustatten.
  • Die Beschaffung von Medikamenten erfolgt mehrmals jährlich, in dem Rose mit dem Bus nach Kampala fährt, dort alle Medikamente einkauft und mit dem öffentlichen Bus wieder zurückbringt. Dies ist äußerst schwierig, da die Busse überfüllt sind und große Mengen Medikamente mitgebracht werden müssen. Es wurde beschlossen, dass sich das Team und Pfarrer Peter Barugahara bemühen werden, wenn die Kirche ohnehin Fahrten in die Hauptstadt vorsieht, die Medikamente dort mittransportieren zu lassen.
  • Weiter haben wir überprüft, inwieweit der Anbau eines OP´s an die Krankenstation machbar und sinnvoll ist. In der Mitgliederversammlung haben wir dann beschlossen, in Nyankoma keinen OP zu errichten, da zum einen das Grundstück hierfür nicht besonders geeignet ist und vor allem ein Arzt aller Voraussicht nach nicht über längere Zeit gehalten werden kann, da dieser seinen Kindern einen bessere Schulausbildung ermöglichen möchte, was nur in einer größeren Stadt wie der Provinzhauptstadt Hoima möglich ist. Es wurde beschlossen, eine weitere Krankenstation mit Brunnen und Entbindungshaus zu bauen und hierbei einen OP in der Nähe von Hoima zu errichten, wo unser Vorsitzender, Herr Dr. Patrick Bauer und andere deutsche Ärzte ugandische Chirurgen in Wiederherstellungschirurgie ausbilden können.
Es weiteren besichtigten wir ein Waisenhaus bei Kargadi. Pfarrer Augustinus führte uns durch das Waisenhaus und konnte uns mit den Zahlen dieses Waisenhauses vertraut machen. Obwohl das Waisenhaus von der Kirche gut geführt wird, machen die Kinder doch einen sehr traurigen Eindruck. Die Anschaffungskosten und die ernormen monatlichen Belastungen ohne irgendwelche Einnahmen belaufen sich auf ca. 8.000 € und ließen uns von einem derartigen Projekt Abstand vorerst nehmen.

Abschließend kann man sagen, dass unser Projekt Nyankoma ein großer Erfolg ist, den wir nun in der Nähe von Hoima wiederholen wollen. Die Betreuung erfolgt wieder über Pfarrer Peter Barugahara, der in der Nähe tätig ist.
Für unser neues Krankenhausprojekt bitten wir Sie um eine Spende.
Mit Ihrer Spende können auch hier wieder viele Menschenleben gerettet werden.
Was uns ganz wichtig ist, bei uns kommen 100% der Spenden an und werden effizient und sinnvoll eingesetzt.

Mit den besten Wünschen

Caroline und Nico Wacker

Februar 2009: Besuch der Krankenstation in Nyankoma

Im Februar 2009 besuchten Dr. Patrick Bauer und der Augenarzt Dr. Andreas Linke aus München die Krankenstation in Nyankoma, um dort ihre Fachkenntnisse an das medizinische Personal weiterzugeben und um aktiv mitzuarbeiten. Die Krankenstation ist in einem sehr guten Zustand, wird gut gepflegt und ist von der Umgebung gut aufgenommen worden. Sie wird von den Einheimischen akzeptiert und sehr gut frequentiert. Die Angehörigen versorgen ihre Kranken mit Essen und Wäsche selbst auf dem Krankenhausgelände, bis diese genesen nach Hause gehen können.

Neben Malaria, Aids, und den üblichen Infektionserkrankungen wie Hepatitis und Cholera fanden sich vor allem auch Augenerkrankungen. Die Behandlungskosten stationär und ambulant betragen 1.- Euro (1/10 des in Uganda üblichen Betrags). Für diesen Betrag werden die Menschen auch in der Krankenstation in Nyamkoma behandelt und medizinisch versorgt.

Arme Menschen, die kein Geld haben, bringen zum Ausgleich Obst oder Gemüse aus ihren Gärten mit.

In abendlichen Gesprächen mit Pfarrer Peter und dem Medical Officer John wurde der weitere Ausbau geplant. Am dringendsten benötigt wird eine Geburtsstation, damit die Neugeborenen nicht – wie zur Zeit – in den gleichen Räumen liegen, wie z.B. Menschen mit schweren Infektionen. Mit dieser Maßnahme soll die Neugeborenen-Sterblichkeit erheblich gesenkt werden. Ferner steht die Abgrenzung des Krankenhausgeländes durch einen noch zu pflanzenden Naturzaun an.

Freudig und gespannt nehmen die Kinder die Geschenke entgegen Freudig und gespannt nehmen die Kinder die Geschenke entgegen Freudig und gespannt nehmen die Kinder die Geschenke entgegen Freudig und gespannt nehmen die Kinder die Geschenke entgegen Freudig und gespannt nehmen die Kinder die Geschenke entgegen Kinderstation mit Mutter Die Apotheke Krankenzimmer für Frauen Schwester Beatrice A. im Labor bei der Diagnostik einer Blutprobe Medical Officer John mit Schwester Beatrice A. im Labor Menschen warten auf die ambulante Behandlung Dr. Andreas Linke, Augenarzt aus München, war es – Dank  der von der Firma Heine gespendeten optischen Untersuchungsgeräte – möglich, vor Ort vielen Menschen zu helfen. Dr. Andreas Linke, Augenarzt aus München, war es – Dank  der von der Firma Heine gespendeten optischen Untersuchungsgeräte – möglich, vor Ort vielen Menschen zu helfen. Dr. Andreas Linke, Augenarzt aus München, war es – Dank  der von der Firma Heine gespendeten optischen Untersuchungsgeräte – möglich, vor Ort vielen Menschen zu helfen. Dr. Andreas Linke, Augenarzt aus München, war es – Dank  der von der Firma Heine gespendeten optischen Untersuchungsgeräte – möglich, vor Ort vielen Menschen zu helfen. Dr. Andreas Linke, Augenarzt aus München, war es – Dank  der von der Firma Heine gespendeten optischen Untersuchungsgeräte – möglich, vor Ort vielen Menschen zu helfen. Die fertige Krankenstation im Februar 2009 mit den fünf Sonnenkollektoren zur Stromgewinnung Dr. Bauer bei einer kleinen Operation am Fuß eines Verletzten Die Tochter von Schwester Fortunata Die Südseite im Abendlicht Abendstimmung im Eingangsbereich Die Küche der Krankenschwestern nach dem Umbau Pater Peter und Dr. Patrick Bauer mit den Krankenschwestern, von links nach rechts: Schwester Fortunata, Schwester Beatrice A., Schwester Beatrice B., Schwester Alice Das Team der Krankenschwestern: Schwester Fortunata, Schwester Beatrice A., Schwester Beatrice B., Schwester Alice Pater Peter und die Krankenschwestern mit dem Wächter und der Putzfrau Dr. Bauer beim Verbandwechsel einer Wunde am rechten Unterschenkel

Aktuelles

Behandlung von Patienten im neu erbautem Krankenhaus.





Krankenhausapotheke..


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